
Fachtagungen
Austausch und Vernetzung ermöglichen
Menschen zusammenbringen
Um Expert:innen und Lai:innen in einen fruchtbaren Austausch über Inhalte und Methoden der Vermittlung von NS-Geschichte zu bringen, richten wir in zwei- bis dreijährigem Turnus Fachtagungen aus. Bei stets regem Zuspruch haben wir seit dem Herbst 2016 drei Veranstaltungen dieser Art initiiert und realisiert, an einer weiteren waren wir als Mitveranstalter beteiligt. Im Folgenden erfahren Sie, worum es bei den Zusammenkünften im Einzelnen ging und welche Wege wir jeweils gewählt hatten, um den Teilnehmer:innen ein maximales Maß an Vernetzung zu bieten. Informationen über unsere nächsten Veranstaltungen finden Sie in unserer Terminübersicht sowie in unserem vierteljährlich erscheinenden ‚Lernort-Letter‘.
März 2024
Wie viel Spiel ist zu viel?
Wege digitaler NS-Vermittlung im deutschen Südwesten
Begriffe wie ‚Virtual Reality‘ und ‚Gamification‘ sind heute in aller Munde. Aber was genau verbirgt sich dahinter, und wie viel Spiel ist überhaupt angemessen, wenn es um die Vermittlung von NS-Geschichte geht? Diese sowie viele weitere Fragen haben wir im März 2024 im Rahmen einer Fachtagung im Karlsruher DGB-Haus aus theoretischer und praktischer Perspektive beleuchtet. In drei Panels präsentierten Vertreter:innen acht südwestdeutscher Bildungsanbieter innovative digitale Angebote, die sie entwickelt hatten, und stellten sie zur Diskussion. Auf einem ‚Markt der Möglichkeiten‘ konnten sich die Teilnehmer:innen näher über die Praxisbeispiele informieren und sie selbst austesten. Im Rahmen eines World-Cafés richteten sie abschließend den Blick in die Zukunft.

Juli 2021
Demokratie-Retter:innen 1.0
NGOs im Ringen um die Festigung der Weimarer Republik
Auf unsere Einladung hin haben sieben Expert:innen aus dem gesamten Bundesgebiet im Juli 2021 im Karlsruher Südwerk vor interessiertem Fach- und Laienpublikum exemplarisch den Forschungsstand zu mehreren Friedens- und Menschenrechtsorganisationen in der Zeit der Weimarer Republik sowie zur Republikschutzorganisation Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold zusammengetragen. Anschließend erarbeiteten die Teilnehmer:innen gemeinsam, welche Möglichkeiten das Thema für die historisch-politische Bildungsarbeit und speziell für die Demokratie-Vermittlung eröffnet. Mit einer ganztägigen Veranstaltung zu dieser Thematik haben wir Neuland betreten.

September 2018
Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager
Bestandsaufnahme, Perspektiven und Vernetzung
Gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, der Bundeszentrale für politische Bildung, der Topographie des Terrors und dem Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg in Ulm haben wir im September 2018 eine Fachtagung zu Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager ausgerichtet. Im Haus auf der Alb in Bad Urach tauschten sich Multiplikator:innen aus verschiedensten Bereichen über die Herausforderungen aus, die das Thema mit Blick auf Forschung, Vermittlung und Denkmalpflege bereithält. Die Tagung gab den entscheidenden Impuls zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager.

November 2016
Pietät contra Popkultur?
Herausforderungen und Chancen einer außerschulischen Vermittlung der NS-Geschichte
Im November 2016 hatten wir zu unserer allerersten Fachtagung eingeladen. In einer neuartigen Kombination aus Vorträgen, World Café und Praxisforen loteten rund 70 Teilnehmer:innen aus ganz Deutschland und der Schweiz im Generallandesarchiv Karlsruhe aus, vor welchen Herausforderungen die außerschulische Vermittlungsarbeit zur NS-Geschichte in heutiger Zeit steht und welche Chancen sich ihr zugleich eröffnen. Der provokante Titel ‚Pietät contra Popkultur?‘ gab den Rahmen vor: Wie kann, darf und muss in einer zunehmend politisch gefährdeten, zunehmend digitalisierten und zugleich zunehmend von Migration geprägten Gesellschaft eine zeitgemäße Vermittlungsarbeit aussehen?
