Die jüngste Publikation der AG Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager (AGGOK) bündelt die aktuelle Forschung zum Thema.

Unter dem Titel ‚Durchsetzung der Diktatur‘ ist ein rund 500-seitiger Sammelband erschienen, der die aktuelle Forschung zum Thema ‚frühe Konzentrationslager‘ bündelt. Enthalten sind Beiträge zu 19 der reichsweit rund 90 frühen Lager. Die Aufsätze fassen neue Forschungserkenntnisse zu den jeweiligen Orten zusammen, berücksichtigen laufende Studien und benennen Desiderate. Ergänzt wird der Band durch zwei Rahmenbeiträge über die Rolle der frühen Lager im Nationalsozialismus und deren spätere Erinnerungsgeschichte in Ost- und Westdeutschland.
Für den 20 Druckseiten umfassenden Beitrag zu diesem Band hat unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Luisa Lehnen ihren im Jahr 2019 in der ‚Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins‘ veröffentlichten Artikel über das KZ Kislau grundständig überarbeitet und um die neuesten Forschungsergebnisse ergänzt.
Nach der Ausstellung ‚Auftakt des Terrors‘ und dem begleitenden Ausstellungskatalog ist der Sammelband das dritte größere Projekt der AGGOK, der unser Verein als Gründungsmitglied angehört. Die AG hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der frühen Lager in Öffentlichkeit und Forschung sichtbarer zu machen. Aktuell arbeiten in ihr 19 Gedenkeinrichtungen aus zwölf Bundesländern zusammen.
Der Sammelband ist im Buchhandel für 28 Euro erhältlich.
‚Durchsetzung der Diktatur. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus‘, herausgegeben von Sebastian Weitkamp, Christoph Thonfeld, Agnes Ohm und Nicola Wenge, Wallstein Verlag Göttingen 2026, Schriftenreihe der Gedenkstätte Esterwegen Band 6, 512 Seiten, ca. 30 Abb., ISBN 978-3-8353-6055-6.